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Siegel Thomas Tibroni - Gründer Meravando
Wie dreckig ist die Kreuzfahrt?

Das NABU-Kreuzfahrtranking 2019

16.09.2019

Die Kreuzfahrtbranche belastet die Umwelt mit ihren Schiffen massiv. Ein Großteil der Flotten fahren immer noch mit Schweröl, obwohl dies mit einem hohen Schadstoffausstoß verbunden ist. In seinem aktuellen Kreuzfahrtranking für 2019 stellt auch der Umweltschutzverband NABU fest, dass sich lediglich ein kleiner Teil der Flotte um klimafreundliche Technologien bemüht.

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) ist eine nichtstaatliche Organisation mit über 600.000 Mitgliedern, die sich für den Erhalt und Schutz von Tieren, Wäldern, Seen und Meeren einsetzen. Ein besonderes Augenmerk erhält auch die Kreuzfahrtbranche, deren Flotte durch den Einsatz von Schweröl die Umwelt belastet. Seit 2012 erstellt der NABU aus diesem Grund ein jährliches Ranking der verschiedenen Schiffe der Reedereien, um auf die Umweltverschmutzung durch den jeweiligen Fahrbetrieb aufmerksam zu machen und Kreuzfahrtenthusiasten eine Orientierung zu geben.

Was bewertet das NABU-Kreuzfahrtranking 2019?

Im diesjährigen Ranking bewertet der Naturschutzbund die Reedereien und ihre einzelnen Schiffe erstmals anhand von zwei Kategorien. Wie in den letzten Jahren beurteilt die Organisation den Grad der Luftverschmutzung und vergibt bis zu vier grüne Schiffsschrauben. Je höher die Zahl der Schiffsschrauben ausfällt, desto weniger Schadstoffe produziert die Antriebstechnik des jeweiligen Kreuzfahrtschiffs. Setzt eine Reederei beispielsweise Flüssigerdgas (LNG) als Kraftstoff statt dreckiges Schweröl ein, schlägt sich dies in einer sehr guten Wertung nieder.

Auch Flotten, die zumindest teilweise auf schwefelreduziertes Marinedieselöl zurückgreifen, dürfen sich über Punkte freuen. Sehr kritisch sieht der NABU dagegen alle Schiffe, die weiterhin mit Schweröl fahren und ihre Schwefelemissionen nur mit einem Abgaswäscher, dem sogenannten Scrubber, auf das gesetzliche zulässige Höchstmaß drücken.

Kielwasser eines Kreuzfahrtschiffs

Außerdem stuft die Organisation ab sofort auch die Klimabilanz der Kreuzfahrtschiffe von null bis vier ein. Diese neue zweite Wertung erfasst Technologien im Bereich der Antriebe und der Energieversorgung, mit denen sich der Ausstoß von Treibhausgasen verringern lässt. Dies führt beispielsweise dazu, dass umweltschonende LNG-Schiffe in der Klimabilanz trotzdem schlecht abschneiden. Denn Flüssigerdgas ist trotz seiner geringeren Abgasbelastung ein fossiler Brennstoff wie Schweröl und Marinedieselöl. Zudem entweicht bei derartigen gasbetriebenen Anlagen Methan, das den Treibhauseffekt in der Atmosphäre erheblich verstärkt.

Ein weiteres maßgebliches Kriterium ist die Nutzung von Landstrom beim Aufenthalt im Hafen. Statt die Motoren am Anlegeplatz weiterlaufen zu lassen, um das Schiff mit Strom zu versorgen, sollen Kraftwerke an Land die nötige Energie für den Betrieb an Bord liefern. Dadurch entsteht außerdem keine unmittelbare Abgasbelastung für das Hafengebiet und die Anwohner.

Insgesamt spricht sich der NABU sowohl für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen und einer Landstrompflicht in europäischen Häfen aus. Noch bewegen sich alle der 89 bewerteten Kreuzfahrtschiffe mit fossiler Energie fort und verschärfen so die Treibhausbelastung.

Die Ergebnisse des Rankings: Viel Schatten, wenig Licht

Im Nachfolgenden findet sich ein Überblick über die wichtigsten Platzierungen für das Kreuzfahrtranking 2019. Auf seiner Website hat der NABU zusätzlich eine vollständige Liste mit allen 89 Plätzen veröffentlicht, bei dem sich über 50 Schiffe gemeinschaftlich die letzte Position auf Rang 32 teilen.

Ergebnisse des NABU-Kreuzfahrtranking 2019
Infografik: © NABU / NABU-Kreuzfahrtranking 2019

Wie im Kreuzfahrtranking 2018 belegt die AIDAnova wieder den Spitzenplatz, den sie sich dieses Mal allerdings mit der im November 2019 startenden Costa Smeralda teilen muss. Beide Schiffe sind die derzeit einzigen, die mit Flüssigerdgas die Weltmeere befahren können und insgesamt vier grüne Schiffsschrauben erhalten. Da sie allerdings keinen Landstrom beziehen, schlägt die Klimabilanz mit null grünen beziehungsweise vier roten Schrauben ebenso weit ins Negative aus.

Das Verfolgerfeld setzt sich aus Hapag-Lloyd, weiteren AIDA-Schiffen und dem umweltschonenden Hybridschiff Roald Amundsen von Hurtigruten zusammen. Anteilig vergibt der NABU hier einzelne und halbe Schrauben beispielsweise für Landstromanschluss, Stickoxidkatalysatoren und alternative Kraftstoffe, die teilweise oder vollständig das extrem klimaschädliche Schweröl ersetzen.

TUI Cruises erreicht mit seiner “Mein Schiff”-Flotte geschlossen nur den 13. Platz, erhält aber zumindest Punkte für den weitreichenden Einsatz von Scrubbern über die gesetzlich vorgeschriebenen Regionen hinaus. Der Neubau Grandiosa von MSC-Kreuzfahrten landet ebenfalls weit abgeschlagen auf Rang 19. In der neu eingeführten Klimabilanz stechen einzig die Segelschiffe der Reederei Star Clippers mit zwei blauen Schiffsschrauben positiv heraus, wobei diese allerdings auch über einen Motor verfügen.

Warum kritisieren viele Reedereien das Ranking?

Das NABU-Ranking erhält von verschiedenen Reedereien und Organisationen aus der Kreuzfahrtbranche lautstarke Kritik. Diese richtet sich zum Beispiel darauf, dass der Naturschutzbund unter den Klimaschutzmaßnahmen nur Landstrom und Hybridtechnologien berücksichtigt. Andere Bemühungen wie LED-Lampen und Verfahren zur Wärmerückgewinnung bleiben dagegen außen vor.

Der Kreuzfahrtverband CLIA (Cruise Lines International Association) moniert außerdem in einem eigenen Statement die Willkür bei der Punktevergabe, da der Naturschutzbund die Umwelttechnologien Jahr für Jahr unterschiedlich und auch in der neuen Klimabilanz nicht einheitlich bewertet. Dementsprechend sei kein wissenschaftlicher und nachvollziehbarer Ansatz erkennbar.

Mehrere Kreuzfahrtschiffe in einem Hafen

Tatsächlich reichten vor einigen Jahren noch bestimmte Schadstoffkatalysatoren für eine gute Platzierung, was nun bei den gehobenen Maßstäben kaum mehr Beachtung findet. TUICruises belegte im Ranking für 2017 mit einem Teil der Flotte sogar noch den ersten Platz. Dementsprechend erwartet der NABU von den Reedereien stetige Verbesserungen, die die Branche nicht im vorgesehenen Tempo umsetzen kann oder will.

Manche Forderungen des NABU an die Branche wie die Landstrompflicht für alle europäischen Häfen sind darüber hinaus schwer umsetzbar. Weltweit existieren derzeit nur 13 Häfen, zwei davon in Europa, die überhaupt Landstrom anbieten. Die Investitionen für die nötige Infrastruktur bewegen sich für die Häfen in Millionenhöhe. Die Energieproduktion durch Schiffsgeneratoren ist darüber hinaus günstiger als der Bezug von landseitigem Strom aus Kraftwerken.

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