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Thomas Tibroni - Gründer Meravando
Schadstoffproblematik

Schiff vs. Auto - Kann man das überhaupt vergleichen?

25.10.2019

Jeden Freitag gehen Jugendliche und mittlerweile auch immer mehr Erwachsene im Rahmen der Demonstration “Fridays for Future” auf die Straße, um auf die Umweltproblematik aufmerksam zu machen. Mehr denn je sind die Themen Klimawandel und Umweltschutz in aller Munde. Zu einer schlechten Umweltbilanz trägt vor allem der Ausstoß von Schadstoffen bei. Hier stehen insbesondere Autos und Kreuzfahrtschiffe im Fokus, die viele Menschen gerne vergleichen. Aber geht das überhaupt?

Welche Schadstoffe stoßen Kreuzfahrtschiffe und Autos aus?

Ob auf Hoher See oder im Hafen - Kreuzfahrtschiffe stoßen eine Menge an Schadstoffen in die Luft, welche durch die Verbrennung der Treibstoffe Schweröl oder Marinediesel zustande kommen. Darin enthalten sind in erster Linie Schwefeldioxide, Kohlendioxide, Stickoxide sowie Feinstaubpartikel. Besonders gesundheitsgefährdend für Menschen stellt sich der Ultrafeinstaub dar, der leicht in den menschlichen Organismus gelangen und zum Teil großen Schaden anrichten kann. Und nicht nur die Menschen auf dem Schiff und an der Küste sind betroffen, sondern auch diejenigen im Landesinneren. Denn Winde tragen die Emissionen weit ins Land hinein. Nicht zu vergessen sind außerdem die Auswirkungen der Flusskreuzfahrten in den Städten.

Auch Autos pusten schädliche Abgase wie Kohlendioxid und Stickstoffdioxid in die Atmosphäre. Hier stehen vor allem die Dieselfahrzeuge in der Kritik, deren Schadstoffe krebserregend sein können. Selbst während der Fahrt im geschlossenen PKW ist man den Emissionen ausgesetzt - je nachdem, welche Fahrzeuge in direkter Nähe fahren beispielsweise Busse oder Transporter. Außerdem sind Stickoxide unter anderem für die Ozonbildung verantwortlich. Zur besseren Überprüfung der Schadstoffintensität gilt es für Autobesitzer seit einigen Jahren, ihre PKW mit einer Umweltplakette zu versehen.

Schiff versus Auto - ein schwieriger Vergleich

Aufgrund der Umweltsituation und der Gesundheitsgefährdung stellen viele Menschen häufig den Vergleich zwischen einem Kreuzfahrtschiff und einem Auto an, die beide einen hohen Schadstoffausstoß aufweisen. So kommen etwa Aussagen zustande wie:

“Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit.” (NABU)

“Ein Kreuzfahrtschiff stößt pro Tag so viel CO2 aus wie fast 84.000 Autos, so viel Stickoxide wie etwa 421.00 Autos, so viel Feinstaub wie etwa über 1 Million Autos und so viel Schwefeldioxid wie gut 376 Millionen Autos.” (NABU)

“Ein Ozeanriese stößt auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie 5 Millionen PKW auf der gleichen Strecke.” (NABU)

Bei diesen Aussagen schneiden die Schiffe eindeutig schlechter ab als die Autos. Ganz so einfach sind die Vergleiche jedoch nicht. So besteht die erste Problematik darin, dass meist keine genauen Emissions-Messwerte der Luxusliner vorliegen. Die genannten Werte stammen teilweise aus einzelnen Messungen und groben Schätzungen. Zudem sind die Flotten der verschiedenen Reedereien mit unterschiedlicher Abgas- und Motorentechnik ausgestattet. Laut der Reeder fahren bereits einige Kreuzfahrtschiffe mit neuer Technologie: Sie nutzen Marinediesel anstatt Schweröl, verfügen über Katalysatoren und Rußpartikelfilter, zwei Ozeanriesen tanken bereits das umweltschonendere Flüssiggas LNG. Es gibt allerdings auch zahlreiche Kreuzfahrtschiffe, die nach wie vor ausschließlich mit alter, umweltschädlicher Technik auf den Meeren unterwegs sind.

Kreuzfahrtschiff an der Anlegestelle

Dasselbe gilt für die PKW auf unseren Straßen. Nicht alle Autos verfügen bereits über entsprechende Katalysatoren, die für eine Reduzierung der schädlichen Abgase sorgen, oder grundsätzlich eine moderne Technik. Insbesondere etwas ältere Modelle treiben den Prozentsatz an schädlichen Ausstößen immens in die Höhe. Ob nun Schiff oder PKW - global betrachtet existiert eine weitere Schwierigkeit. Denn weltweit herrschen unterschiedliche Grenzwerte vor.

Insgesamt ist festzustellen, dass Kreuzfahrtschiffe deutlich mehr Schadstoffe als PKW ausstoßen. Sieht man sich allerdings die Transportkapazität an, so ist diese bei einem Ozeanriesen natürlich weitaus höher als bei einem Auto. Immerhin handelt es sich bei einem Kreuzfahrtschiff nicht nur um ein reines Transportmittel, sondern auch ein Hotel inklusive Vergnügungspark. Ein Emissionsvergleich an Land zwischen Hotels und Autos würde zu dem gleichen Ergebnis kommen. Die direkte Gegenüberstellung von PKW und Schiffen gestaltet sich also als äußerst problematisch.

Schiffs- und Autoindustrie müssen weiterhin handeln

Fest steht, dass sowohl in der Auto- als auch der Schiffsindustrie mehr geschehen muss, um sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Menschen nachhaltig zu schonen. Die richtigen Ansätze sind da, nun gilt es, die Vorhaben weiter umzusetzen.

Die Automobilbranche arbeitet an der Produktion schadstoffärmerer PKW. Neben der Nachrüstung älterer Modelle mit Katalysatoren und Filtern wartet die Industrie mit Elektroautos, Hybridfahrzeugen und Autos auf, die neben Benzin mit Erdgas fahren. Außerdem setzen sich die Städte für komplette Fahrverbotszonen oder zumindest Dieselfahrverbotszonen ein, um gerade die Zentren vor zu vielen Schadstoffen zu bewahren.

Die Schifffahrtsbranche setzt vor allem auf den Einbau von Scrubbern und Katalysatoren, die den Schwefel- und Stickoxidausstoß verringern sollen. Darüber hinaus rüsten viele Reedereien ihre Schiffe nachträglich mit Vorrichtungen aus, um Landstrom verwenden zu können. Für einige neue Luxusliner ist anstatt des Diesels oder Schweröls der Treibstoff LNG vorgesehen, zwei Kreuzfahrtschiffe verwenden diesen bereits - die AIDAnova und Costa Smeralda.

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