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Siegel
Siegel Thomas Tibroni - Gründer Meravando
Warum kompensieren Reedereien ihren CO2-Ausstoß nicht selbst?
Umweltschutz

Warum kompensieren Reedereien ihren CO2-Ausstoß nicht selbst?

12.02.2020

Dass das Reisen mit dem Flugzeug, Auto oder Kreuzfahrtschiff für eine hohe Umweltbelastung sorgt, ist mittlerweile ein viel diskutiertes Thema. Eine schnelle Abhilfe für jeden Reisenden, der das Klima nicht zusätzlich belasten möchte, bietet die CO2-Kompensation. Doch wie steht die Kreuzfahrtbranche zu dieser Möglichkeit des Klimaschutzes und welche Umweltmaßnahmen betreiben die Reedereien insgesamt?

Aktuell befahren mehrere hundert Kreuzfahrtschiffe die Meere und Flüsse dieser Welt. Im Verhältnis zum gesamten zivilen Schiffsverkehr sind dies zwar nur ungefähr 0,6 Prozent, dennoch steht die maritime Urlaubsreise per Luxusliner wegen des hohen Schadstoffausstoßes stark in der Kritik. Besonders der Naturschutzbund Deutschland (NABU) macht in seinen jährlichen Rankings auf die Missstände der Kreuzfahrtbranche in Sachen Umweltschutz aufmerksam.

So funktioniert die CO2-Kompensation

Im Mittelpunkt der Kritik des NABU steht dabei besonders die erhebliche Menge an CO2, die die Schiffe bei ihrer Fahrt ausstoßen. Da die Entwicklung eines emissionsfreien E-Schiffs noch zu den Aufgaben der Zukunft gehört, hat sich heutzutage das Modell der Kompensation etabliert. Mithilfe eines Klimarechners, wie ihn beispielsweise die gemeinnützige Organisation myclimate anbietet, lässt sich bestimmen, wie hoch die CO2-Emissionen der jeweiligen Kreuzfahrt ausfallen. Hierzu berücksichtigt der Rechner die Kabinengröße, die Anzahl der Gäste in der Kabine, die Passagiere insgesamt an Bord sowie die Reisedauer. Den ermittelten Wert wandelt der Anbieter in eine Kompensationszahlung um.

Außen vor bleiben muss verständlicherweise die tatsächlich gefahrene Route des Kreuzfahrtschiffs, anhand derer sich die exakte Umweltbelastung errechnen ließe. Auch das Alter des Schiffs ist kein Faktor, obwohl ältere Modelle in der Regel einen höheren Schadstoffausstoß besitzen.

Dies schmälert aber im Wesentlichen nicht den Nutzen der CO2-Kompensation zur Begrenzung der Umweltbelastung. So dient die errechnete Geldspende schließlich dazu, Klimaprojekte auf der Welt voranzutreiben, die das verursachte CO2 zu gleichen Teilen einsparen. Damit ist nicht nur die Klimabilanz ausgeglichen, sondern zugleich leisten die Projekte auch Entwicklungshilfe in den jeweiligen Ländern, indem sie beispielsweise Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Bevölkerung schaffen.

Welche Umweltmaßnahmen ergreifen die Reedereien?

Da die CO2-Kompensation nur eine Möglichkeit von vielen zum Umweltschutz ist, bietet es sich an, die Umweltmaßnahmen der Reedereien insgesamt in den Blick zu nehmen. So stellt der internationale Kreuzfahrtverband CLIA in seinem dritten Jahresbericht über Umwelttechnologien und -praktiken 2019 fest, dass die Mitgliedsreedereien wie AIDA Cruises, MSC und Costa Kreuzfahrten bereits über 22 Milliarden US-Dollar in klimafreundlichere Kraftstoffe und energieeffizientere Technologien investiert haben.

So setzen beispielsweise 44 Prozent der Schiffsneubauten in Zukunft auf Flüssigerdgas (LNG) als Haupttreibstoff. Zudem nutzen mehr als zwei Drittel der Flotte Abgasreinigungssysteme und rund 88 Prozent der neu geplanten Kreuzfahrtschiffe sollen Landstrom in den Häfen verwenden oder das System zumindest noch nachrüsten können. Im Durchschnitt ist die CLIA-Flotte 14,1 Jahre alt und verjüngt sich damit wieder im Vergleich zum Vorjahr erneut. Daher sieht Adam Goldstein, Chairman von CLIA Global und Vice Chairman von Royal Caribbean Cruises Ltd., die Kreuzfahrtindustrie insgesamt als “Pionier im maritimen Umweltschutz”.

Die Kreuzfahrtindustrie ist ein Pionier im maritimen Umweltschutz

Bis 2030 soll sich die Rate der CO2-Emissionen im Vergleich zu 2008 um 40 Prozent verringern. Neben diesen großen und kostenintensiven Entwicklungen bemühen sich die Reedereien auch auf weiteren Ebenen um Nachhaltigkeit, indem sie sowohl den Treibstoff- als auch Energieverbrauch der Flotte senken. Hierzu gehören beispielsweise Maßnahmen wie sparsame Klimaanlagen und LED-Beleuchtungssysteme oder das Befahren von möglichst kurzen Strecken zwischen den vorgesehenen Häfen bei langsamer Geschwindigkeit.

Das Oberdeck eines Kreuzfahrtschiffs mit Rutsche und vielen Passagieren

Wie stehen die Reedereien zur CO2-Kompensation?

Aus den Darstellungen der CLIA ergibt sich das Bild, dass die Reedereien bereits massiv in die Reduzierung umweltbelastender Emissionen investieren. Die Bemühungen folgen damit also der langfristigen Strategie, zunehmend weniger Schadstoffe bei den Fahrten zu produzieren und die Kreuzfahrtbranche durch technologischen Fortschritt insgesamt klimafreundlicher zu machen. Gleichzeitig bleibt allerdings unbeantwortet, ob und warum der Verband sich nicht für eine sofortige Hilfsmaßnahme einsetzt, nämlich Emissionen jetzt schon durch Spenden in Klimaschutzprojekte auszugleichen.

Denn die großen Reedereien befassen sich bereits auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Kompensation. AIDA Cruises griff so von 2015 bis 2018 auf die Dienste der Klimaschutzorganisation atmosfair zurück, um die Emissionen der Flotte auszugleichen. Auf Nachfrage des Portals cruisetricks begründete AIDA das Ende der Kooperation damit, dass zu wenige Passagiere diese freiwillige Möglichkeit in Anspruch nahmen. Daher stehe nun die langfristige Investition in klimafreundlichere Technologien auf der Agenda. So ist zum Beispiel die AIDAnova neben der Costa Smeralda das erste Kreuzfahrtschiff, das auf einen Antrieb mit Flüssiggas (LNG) setzt und damit die Schadstoffproduktion deutlich reduziert.

Kreuzfahrtschiff auf freier Fahrt mit schwarzem Rauch aus den Schornsteinen

Dagegen steht allerdings der vollständige Ausstieg von atmosfair aus der Kreuzfahrtbranche. Denn die Reedereien erbrachten bislang mit Blick auf die Pariser Klimaziele zu wenig Eigenleistung und eine Kooperation von Seiten des Anbieters sei unter diesen Umständen das falsche Signal. Von diesem Rückzug betroffen ist auch Hapag-Lloyd Cruises. Mittlerweile steht allerdings der Klimarechner des neuen Partners myclimate auf der Website zur Verfügung. Die Tochterfirma der TUI AG beteiligt sich mit 25 Prozent an der nötigen Summe, die der Fahrgast entrichten muss, um den CO2-Ausstoß vollständig zu kompensieren.

TUI Cruises selbst empfiehlt lediglich den genannten Klimarechner und überlässt es dem Kunden, seine Kreuzfahrt extern beim entsprechenden Anbieter auszugleichen. Besonders hervor sticht letztlich nur MSC Kreuzfahrten. So verspricht das Unternehmen seit 2020 selbstbewusst, “die weltweit erste Kreuzfahrtmarke mit klimaneutralem Schiffsbetrieb” zu sein.

Die weltweit erste Kreuzfahrtmarke mit klimaneutralem Schiffsbetrieb

Fazit - Hohe Kosten für die Branche

Warum Reedereien ihren CO2-Ausstoß nicht selbst kompensieren, lässt sich abschließend nicht pauschal beantworten. Während der Verband CLIA sich auf die bereits getätigten Investitionen in Milliardenhöhe für fortschrittlichere und damit klimaschonendere Antriebs- und Reinigungssysteme beruft, haben einige Kreuzfahrtunternehmen das Thema zumindest in den Blick genommen. Lediglich MSC Kreuzfahrten ist jedoch nach derzeitigem Stand dazu bereit, die verursachten Emissionen der Flotte vollständig zu begleichen und damit auf höhere Gewinne zu verzichten.

Insofern besteht in der Branche immer noch reichlich Nachholbedarf. Da wir von Meravando klimakompensierte Kreuzfahrten als unmittelbare Möglichkeit sehen, die Klimabelastung zu begrenzen, haben wir die Reedereien über einen offenen Brief dazu aufgefordert, diesem Beispiel für die eigene Flotte zu folgen.

Zwei Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord in Norwegen

Besonders ausführlich und konstruktiv antwortete uns der Geschäftsführer von nicko cruises, Guido Laukamp. So verwenden alle Hochsee- wie Flussschiffe der Reederei Marine Gasöl (MGO). Denn "die Emissionen von Marine Gasöl weisen deutlich weniger CO2, Feinstaub und Ruß auf als Schweröl. Mit einem Schwefelanteil von unter 0,1 % erfüllt MGO die EU-Vorschriften zum Betrieb in europäischen Häfen."

Darüber hinaus verfügen die beiden Hochseeschiffe über einen Hybridantrieb aus Diesel- und Elektromotoren, sodass sich "im Gesamtsystem rund 20 Prozent Treibstoff – und damit Emissionen – gegenüber herkömmlichen Dieselantrieben" einsparen lässt. In Planung ist weiterhin ein eigenes Konzept, um den Gästen zukünftig "eine Kompensationslösung nicht nur für unsere Kreuzfahrten, sondern auch für die – im Verhältnis wesentlich höheren – CO2-Werte von Flügen von/zu unseren außerdeutschen Abfahrts- und Ankunftshäfen" anzubieten.

Abschließend darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass die CO2-Kompensation zwar unmittelbar hilft, aber nicht alle zukünftigen Probleme löst. So dürfen beispielsweise ab 2026 nur noch emissionsfreie Schiffe die Fjorde Norwegens befahren. Damit erhalten selbst LNG-betriebene Schiffe Fahrverbot. Dementsprechend hoch gestaltet sich der finanzielle Aufwand für die Reedereien, sodass die CO2-Kompensation vor dieser Mammutaufgabe schlichtweg in den Hintergrund zu rücken scheint.

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