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Siegel
Siegel Thomas Tibroni - Gründer Meravando
Dicke Luft

Welche Belastungen herrschen in Häfen?

26.09.2019

Entspannung, Weite und vor allem frische, gute Luft - das verbinden die meisten mit einem Aufenthalt am Wasser. Zumindest was die Hafenstädte betrifft, in denen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe vor Anker gehen, ist das jedoch häufig nicht mehr unbedingt der Fall. Denn die Ozeanriesen stoßen während ihres Aufenthaltes schädliche Abgase aus – ein gesundheitliches Risiko für Besucher und Anwohner zugleich. Die Kreuzfahrtbranche steht weiterhin in der Verantwortung zu agieren.

Insbesondere wenn mehrere Schiffe gleichzeitig in den Häfen liegen, ist die Schadstoffbelastung hoch. So finden in den kleineren Häfen, wie Bremerhaven, bis zu drei, in den größeren, wie Barcelona oder Civitavecchia, sogar bis zu sieben Luxusliner Platz. Das Problem: Aus den Schornsteinen dringen unentwegt Abgase in die Luft. Denn damit alle an Bord durchgehend mit Strom versorgt sind, lassen die meisten schwimmenden Hotels die ganze Zeit ihren Motor laufen.

Bei den Schadstoffen, die durch die Schweröl- oder Dieselverbrennung entstehen, handelt es sich hauptsächlich um Schwefeldioxid, Kohlendioxid, Stickoxid und Feinstaubpartikel. Vor allem der Ultrafeinstaub stellt eine besondere Gefahr für die Gesundheit dar, denn dieser kann tief in die Lunge oder die Blutbahn eindringen und somit auf Dauer schwere Entzündungen und Erkrankungen auslösen.

Teilweise lässt sich in den Häfen eine höhere Belastung feststellen als in gewissen Fahrverbotszonen hierzulande. Und nicht nur die Hafenstädte und Küstenregionen sind laut des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) und des Deutschen Klimarechenzentrums in Hamburg von den Emissionen betroffen. So zieht der Feinstaub durch Winde sogar mehrere Kilometer bis ins Landesinnere. In den Fjorden Norwegens beispielsweise besteht wiederum noch eine weitere Schwierigkeit. Aufgrund der hohen Berge können die Abgase nicht entweichen. Demzufolge sammeln sich die belastenden Schadstoffe in den Tälern und somit den Dörfern.

Wie gehen die Reedereien mit dem Thema um?

Die Reedereien weisen darauf hin, dass in den letzten Jahren bereits ein Umdenken stattgefunden hat und die Schifffahrt mittlerweile deutlich sauberer ist. In dem dritten Jahresbericht aus dem September 2019 des Verbandes der Kreuzfahrtreedereien Cruise Lines International Association, abgekürzt CLIA, heißt es beispielsweise, dass bereits mehr als 68 % der Flotte weltweit Abgasreinigungssysteme verwenden. Außerdem haben 30 % der Schiffe die Möglichkeit, Landstrom zu nutzen.

Bei den neuen Schiffen setzen die entsprechenden Reedereien sowohl auf den umweltschonenden Treibstoff LNG als auch den Einbau von Filteranlagen. Ebenso sind Landstromanschlüsse vorgesehen. Zu CLIA gehören unter anderem Reedereien wie AIDA, TUI Cruises und MSC Kreuzfahrten.

Viele Kreuzfahrtreedereien bevorzugen vor allem die Verwendung von Scrubbern, die den Schwefel aus dem Schweröl auswaschen, und Katalysatoren, die für weniger Stickoxide sorgen sollen. Und das aus gutem Grund, denn der Einsatz dieser Systeme gestaltet sich deutlich günstiger, da die Schiffe weiterhin mit dem Treibstoff Schweröl fahren können. Die Reduzierung des Schwefels ist zwar schon ein wichtiger Fortschritt, die Feinstaubbelastung wie durch Ruß bleibt dennoch bestehen. Dazu sind zusätzlich Partikelfilter notwendig. Beschränkungen diesbezüglich gibt es derzeit noch nicht.

Vorreiter in der Branche sind die neuen Luxusliner AIDAnova und Costa Smeralda, die als erstes mit dem umweltfreundlichen Flüssiggas LNG fahren, welches keine Feinstaubemissionen ausstößt. Auch weitere Reedereien wollen es AIDA und Costa Kreuzfahrten mit der Zeit gleichtun. Was die Reeder möglicherweise noch abhält: Bislang besteht nur in wenigen Häfen die Option, Flüssiggas zu tanken. Alternativ müssen Tankschiffe extra aus Rotterdam zum jeweiligen Hafen anreisen – eine teure und umständliche Angelegenheit.

Kreuzfahrtschiff in einem Fjord Norwegens

Es ist noch viel Luft nach oben

Um sowohl klima- als auch gesundheitsfreundlichere Aufenthalte in den Häfen ermöglichen zu können, ist es noch ein weiter Weg. Und dies nicht nur auf Seiten der Kreuzfahrtreedereien, sondern auch der Häfen selbst. Denn um den Landstrom zu nutzen, müssen diese mehr Anlagen zur Verfügung stellen – derzeit existieren lediglich 16 weltweit. Hier steht wiederum die Frage der Finanzierung im Raum.

Die Kreuzfahrtschiffe sind im Gegenzug dazu angehalten, den entsprechenden Strom auch in Anspruch zu nehmen. So greifen aktuell noch zu wenig auf diese Möglichkeit zurück. Ein Grund: die weiteren Kosten. Beispielsweise sorgt die Netzentgeltsystematik dafür, dass die Strompreise in den Zeiten ansteigen, wenn die meisten Menschen Strom nutzen. Ist diese Phase erreicht, entscheiden sich viele Verantwortliche auf den Schiffen bei Verwendung nach manchmal nur wenigen Stunden dazu, wieder auf den eigenen Strom zurückzugreifen und die Motoren anzuwerfen. Grundsätzlich kommunizieren die Reedereien Offenheit gegenüber neuen Treibstoffen und Technologien. Wann diese flächendeckend zum Einsatz kommen, bleibt jedoch abzuwarten.

Es ist also noch viel Luft nach oben. Zu dem Schluss kommt auch der Naturschutzbund (NABU). Im aktuellen Ranking ist so zu sehen, dass die meisten Kreuzfahrtschiffe nach wie vor eine hohe Belastung darstellen. Lediglich zwei Luxusliner, die AIDAnova und Costa Smeralda, erhalten bezüglich der Luftverschmutzung grünes Licht. Ein weiterer Meilenstein sind in jedem Fall die neuen Abgasvorschriften, die ab Januar 2020 gelten und nur noch Treibstoffe mit einem Gehalt an Schwefel von maximal 0,5 % erlauben.

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